Sich abzuhocken wird in vielen Kulturkreisen als angenehme Ruheposition empfunden.
In der westlichen Sitzkultur haben sich Hocker und Stühle etabliert, so dass die Sehnen und Muskeln eine geringere Beanspruchung haben, als in der Hocke.
In den Bewegungssystemen Qigong und Tai Chi Chuan gibt es viele Bewegungen, wo Dehnungen trainiert werden, die im Extrem zu einer Hocke führen, bei der beide Füsse vollflächig auf dem Boden sind. Wenn diese Position über die Kindheit und dem Erwachsenwerden weiterhin trainiert wird, ist sie tatsächlich entspannend.
Unser Qigong Dozent Dr. Ansgar Gerstner beispielsweise schätzt diese Hocke seit vielen Jahrzehnten und Teilnehmer der Seminare mit ihm in der Wu Wei Hamburg kennen seine entspannte Sitzhaltung.
Wie auf dem Bild zu sehen ist für den erfahrenen und trainierten Praktiker diese Haltung eine entspannte und für die Sehnen förderliche Haltung.
Nun sollte aber nicht sofort mit der "Zielposition" begonnen werden, sondern es ist bereits förderlich, wenn regelmässig eine Dehnung trainiert wird.
Im Qigong ist das beispielsweise bei den Übungen Himmel und Erde teilen auf sehr angenehme Weise der Fall.
Im Tai Chi Chuan wird bei der gehockten Peitsche jeweils ein Bein trainiert.
Gehockte Peitsch mit Variation lernen
Den einfachen Start bildet ein Keilkissen und daraum ein Meditationskissen. Oder auch ein kleiner Hocker. Auf diese Art kann die Dehnung bereits trainiert werden.
Im nächsten Schritt kann man sich einen Stock unter die Hacke legen. Zur Sicherheit vielleicht mit einer Wand im Rücken. Auch diese Position sollte anfänglich in einem Rahmen von 2-4 Minuten trainiert werden.
Die Übung nur mit dem Keilkissen scheint einfach, ist aber recht anspruchsvoll, da das Kissen weich ist und darum der Oberkörper eher nach vorne gelegt werden sollte.
Eine Ausdauerübung ist dann mit dem Rücken gerade an der Wand angelehnt zu bleiben.
Und noch ein Tipp von Ansgar: Lächeln nicht vergessen.
Generell gilt, dass man sich diesen Übungen langsam annähert, da es um eine Dehnung geht. Schnell ist reissen und das ist auf gar keinen Fall gewünscht oder gewollt.
Chinesische Kniebeugen
Und wer dann noch eine weitere Herausforderung sucht, kann die chinesische Kniebeuge trainieren. Hierbei nimmt man eine Tür, stellt die Zehenspitzen und die Nase an die Tür (Bild 1).
Anschliessend sinkt man gerade abwärts und dabei bleibt die Nase an der Tür.
Ziel ist es, dass die Hände den Boden berühren und sich dann wieder aufgerichtet wird.
Die Schrittbreite ist dann auch noch ein Faktor. Ziel ist es, dass beide Füsse zusammen sind.
Viel Freude beim Üben und ich freue mich auf die ersten Videos mit der chinesischen Kniebeuge.
Jan






Kommentar schreiben